NACHTS IM PARADIES von Frank Schmolke

Frank Schmolke´s NACHTS IM PARADIES ist für mich der fetzigste Comic des Jahres bislang und eine echte Überraschung geworden: so frisch und so packend, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Ein Großstadtthriller, der sich stellenweise wie eine Mischung aus AKIRA und HEUTE IST DER LETZTE TAG VOM REST DEINES LEBENS liest, dessen Erzählsog mich gezwungen hat, 360 Seiten auf einen Sitz zu lesen. Und was für eine Fahrt durch die Nacht das war. Der Münchner Zeichner Frank Schmolke ist für mich mit diesem Werk zur Top-Riege der deutschsprachigen Comicschaffenden avanciert. Ich freue mich schon auf das Wiederlesen.

       

Frank Schmolke´s Zeichenstil ist ein Genuß, wenn man Freude an minimalistischer und expressiver Comic-Ästhetik hat. Seine Bildsprache ist ein slow burner, da seine Stilistik auf den ersten Blick eher unscheinbar daherkommt – je mehr Seiten man jedoch liest, umso mehr entfaltet sich die Wucht seiner Bildwelt, die er virtuos erzählerisch inszeniert. Auch arte sowie die Süddeutsche Zeitung finden viele Worte des Lobs für diese Graphic Novel.

       

NACHTS IM PARADIES ist auch ein todschickes Buchobjekt geworden, das in Sachen Buchgestaltung und Coverdesign keine Wünsche offen lässt.


Nachts im Paradies von Frank Schmolke, Verlag: Edition Moderne
30,65,- Euro inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Softcover, Schwarzweiss, Seitenanzahl: 352
19 x 26 cm
SOFORT LIEFERBAR

«Nachts im Paradies» beschreibt die dystopische Realität des Münchner Taxifahrers Vincent. Unglücklich mit seinem Beruf und gebrochen von den Hürden des Lebens, ist seine 16-jährige Tochter Anna der einzige Lichtblick in seinem Alltag. Als diese während des Oktoberfestes in der nächtlichen Großstadt verschwindet, ist für Vincent die Zeit gekommen, sich in eine Welt zu begeben, die er längst schon vergessen glaubte.

Frank Schmolke, selbst jahrelang Taxifahrer in München, beschreibt in dieser Graphic Novel eindringlich die ungewisse Zukunft des Taxigewerbes und die Kehrseite des Münchner Oktoberfestes. In kraftvollen Schwarzweissbildern und mit seinem direkten Schreibstil lässt er eine Welt entstehen, die einen erst wieder auf der letzten Seite loslässt.

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