Bucherscheinung zum Thema „Antihelden in Comicverfilmungen“ von Barbara Kainz

Mit der Figur des „Antihelden“ in Comic-Verfilmungen beschäftigt sich ein soeben im Wiener Löcker Verlag erschienenes Buch der Medienwissenschaftlerin Barbara Kainz: „Der Antiheld hat viele Gesichter. Image und Motive einer Heldenspezies in Comicverfilmungen“ (ISBN 9783854094869, broschiert, 175 Seiten, Wien, Löcker 2008, EUR 20,40).

Darin werden drei besonders charismatische und beliebte Protagonisten aus der jüngeren Comic-Literatur und ihre Umwandlung auf die Film-Leinwand näher betrachtet: Enid aus Daniel Clowes´ Ghost World, John Constantine aus der Comic-Serie HELLBLAZER (DC Vertigo) und der nun bereits zweimal verfilmte HELLBOY von Mike Mignola.

 

Kurzbeschreibung:
Ein Blick auf die Comicverfilmungen der letzten Jahre lässt eine
Entwicklungstendenz erkennen, bei der ein spezieller Heldentyp die
Vormachtstellung einnimmt: der Antiheld. Antihelden-Figuren sind
großteils Protagonisten von Graphic Novels – Comics aus der Independent-Szene mit
literarischem Anspruch. Die gebrochenen Heldenfiguren bieten vor allem
aufgrund ihrer vielschichtigen Charakterzüge im Vergleich zu den allbekannten klassischen Superhelden ein breites Diskussionsspektrum.
„Der Antiheld hat viele Gesichter“ beschäftigt sich mit den
Antihelden-Figuren Hellboy, Enid (Ghost World) und Constantine.
Analysiert werden die Veränderungen und Kontinuitäten des jeweiligen
Antiheldentypus vom Comic zum Film sowie intermediale Faktoren.

Kurzbio: Mag. Barbara Kainz, geb. 1982, Theater-, Film- und
Medienwissenschafterin, Buch- und Medienautorin, Spezialgebiete:
Comics, Film, Intermedialität.

Anläßlich der Erscheinung des Buches fand am 11.11.08 im depot in der
Breite Gasse 3 eine Buchpräsentation mit Podiumsdiskussion statt;
Diskussionsteilnehmer waren Thomas Ballhausen (Prosa- und Comic-Autor,
Film- und Literaturwissenschaftler), Andreas Rauscher und Simon
Ofenloch (beide Filmwissenschaftler).

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