POP GOES MY WORLD – Ausstellung von CX Huth im ZS art KunstRaum vom 22.01. bis 27.03.2010

 

Obige Abbildung "Carmen" copyright CX Huth

Prenzlauer Berg, vor einem der abgewohnten Häuser ein alter Citroën CX, in der dauerhaft improvisierten, aber durchaus geschmackvollen Flickwerk-Wohnung, eine Sammlung skurriler Plastikfiguren aus aller Welt: Hier lebt Christian alias CX Huth. Der spielt Gitarre und Keyboard, hört Pop-Musik, schreibt bunte Kinderbücher, zeichnet, malt, kratzt, klebt, druckt Bilder – auf (fast) alles. Stellt alles in Frage, ohne gegen alles zu sein.

Obige Abbildungen "Dennis" (links) und "Roman" (rechts) copyright CX Huth


Anfang der Achtziger nach Berlin gekommen, wo er sich von den wesentlichen Vertretern (Lothar Böhme, Wolfgang Leber) der "Berliner Schule" in Zeichnen und Malen unterweisen lässt, gründet CX in den Neunzigern mit Gleichgesinnten die Avantgarde-Comic-Künstlergruppe "Renate" und der Journalist Jörg Böckem schreibt: "Sonderlinge suchen sich Nischen, aus denen heraus sie die Welt betrachten und ihren seltsamen Neigungen nachgehen." Die Nischen des sympathischen "Sonderlings" CX Huth sind der Punk, der Pop, der Comic. Der Comic als bunte, knallige, idealistische, unprätentiöse Ausdrucksform ist frei von Berührungsängsten jeder Art.

 

Obige Cover-Abbildungen zu "Hasenhäschen" (links) und "Das 23 Fünf Acht Neun" copyright CX Huth & Reprodukt

Humorvoll und kindlich weise beobachtet der Künstler, zu dessen Vorbildern Jean-Michel Basquiat, Jean Dubuffet und David Hockney gehören, die Welt, beleuchtet sie schräg, erzählt Geschichten, erschafft Charaktere. Und genau das ist es, was er als geübter Text-Bild-Komponist, als Kinderbuchautor ("Hasenhäschen – nur für Gute", "Das 23 fünf acht neun", "Le petit fonte", "Käthe und Kruse") als Zeichner und Maler tut. Er verstrickt die Betrachter in turbulente Erzählungen, deren Ende zum Anfang hin offen bleibt. Kleine Malheurs, Rechtschreibfehler, Zufälligkeiten wie Risse, Flecken, Falten, Übermaltes und Geklebtes erhöhen den Eindruck des mit der Zeit Gewachsenen, dessen phantasievoll fantastisches Treiben CX Huth mit dem Alltäglichen vernetzt. Er macht uns mit seinen liebenswürdigen, im wahrsten Sinne des Wortes imaginären Kreaturen "Dennis", "Bambi", "CARMEN" oder "Robot" bekannt, malt uns einen "Roman" über Freundschaft. "Listen don’t think that you can get away that easy" warnt sein "Humanit"….

Obige Cover-Abbildung zu "Le petit fonte" copyright CX Huth, erschienen bei Zyankrise

 

Nach Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Portugal inszeniert nun ZS art die Österreich-Premiere von CX Huths Arbeiten gemäß der empathisch mitreißenden Pop-Wertewelt des Künstlers als Plädoyer für ein pulsierend nachhaltiges Miteinander. Weil: Jeder darf sein, soll sein, wie er ist.

Eröffnungsvernissage:
Donnerstag, 21. 01. 10, 19.00 Uhr
Einleitende Worte: Guido Zehetbauer-Salzer, Künstlerischer Leiter ZS art
Der Künstler ist anwesend.

POP GOES MY WORLD im ZS art KunstRaum, Westbahnstr. 27-29, 1070 Wien:
Mo – Mi, Fr 11.00 – 19.00 Uhr
Do 11.00 – 21.00 Uhr
Sa 11.00 – 14.00 Uhr

www.zsart.at

BIOGRAFIE CX HUTH:

Geboren 1 9 6 4 in Anklam
Aufgewachsen in Neu bran de n b urg
Seit 1 9 8 3 in Ber lin
Dor t a n diver sen Zeichenzirkeln u n d Förderklas sen Zeichnen u n d Malen gelernt .
Die wicht igsten Lehrer waren Wolfgan g Leber (zeichnen u n d malen) ,
Lothar B ö hme (malen) . Aber a uch
Adelheid Sa n d h of ( sch o n i n Ne u bran den b urg ) , Martin Sailer , Margot Sper ling .
Seit 1 9 8 9 kü nst ler ische Auseinan der setzun g mit dem Medium Comic.
Veröffent lichu n ge n: Strapazin, Re nate, Mo ga Mo b o , Ze bra , Caiser s Neue Comics, A.O.C. ,
Jimmy Draht
Bibl iographie:
Käthe u n d Kruse (Ber lin 1 9 9 4 )
La Pet it Fonte (Ber lin 1 9 9 4 )
Da s 2 3 fü nf acht neu n
Elbar ( sieb druck )
Ha sen hä schen – n ur für g ute
Geschwi ster : 1 Bru der
Ho b bie s , Interessen : ku nstmusikauto, automu sikku nst , musika utok u nst usw.
Größe : 1,7 9 m
Lieblin gs ban d /Lieblin gsk ü nst ler 0 8 : The Go! T eam
Lieblin gs s o n g 0 8 : a sleep vo n de n Smith
Helden : Gene sis P . Or rid ge
Vorbilder : u . a . He nr i Mat isse , Max Beckmann , Paul Klee , Jean Du b uf fet , David Hockney ,
Jean-Michel Ba sq uiat , . . .
Seelenverwan dt : David S hr igley

 

Texte übernommen von ZS art.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.