NEXTCOMIC Festival – eine Darstellung von Alexander Kesselring

 

(In Aktion beim ersten NEXTCOMIC-Festival 2009, von links nach rechts: Alexander Kesselring, verkühlt mit Mütze, ehrenamtlicher Assistent bei PICTOPIA und fleissiger Comic-Rezensent für thegap, Kai Pfeiffer von Monogatari und avant-verlag in hellbrauner Weste, dann ich mit Schirt und Glatze, und ganz rechts im schwarzen Anzug Jörg Vogeltanz, Verlagsgründer von PreQuel und seines Zeichens Zeichner von
"Wired Worlds" und "Inmates" und allen anderen Prequel-Publikationen. Foto via culturmag.de)

"In unseren Alltagswelten überblenden sich leichte
Unterhaltung und anspruchsvolle Kunst, Episodisches und Episches, Profanes und
Transzendentes im Wechsel unseres Medienkonsums zwischen Spielkonsolen,
Fernsehern, mp3 Playern, Büchern und Comics. Das Comicmedium scheint sich
diesem veränderten Umgang mit Kultur früh und umfassend geöffnet zu haben und hat
es so ZeichnerInnen/AutorInnen erlaubt, ihren subjektiven medialen und
inhaltlichen Kombinationen vorbehaltslos nachzugehen. Vielleicht hatte die
zumindest im deutschsprachigen Raum vorherrschende Etikettierung als
"Populärkultur" hier sogar eine entlastende und neue Möglichkeiten eröffnende
Wirkung. 

Die Vielfalt, Individualität und – auch ohne
"Kanon" auskommende – künstlerische Qualität im Comicbereich ist in den letzten
Jahren immer sichtbarer geworden, insbesondere in Europa. Eine Überbetonung und
Abgrenzung des "Europäischen Comics" ist daraus aber nicht entstanden
– und das ist sympathisch und vielleicht typisch für Comic.

NEXTCOMIC bringt so medial, inhaltlich und geographisch
Entlegenes zusammen: Klassische amerikanische Superhelden ("60 Jahre Fantastic
Four" im offenen Kulturhaus, Linz), die Evolutionsgeschichte in Comicform
(Jens Harders "alpha.Directions" in den Kammerhof Museen, Gmunden),
Arthur Schnitzlers "Fräulein Else" als kunstvolle Comicadaption
(Manuele Fior live im Theater Phönix, Linz), Comics inspiriert durch mystische
oder mystifizierte Objekte aus ganz Europa (Das slowenische Comic-Kollektiv
Stripburger im Kulturverein KAPU, Linz), die frühen Jahre der Beatles (Arne
Bellstorfs "Baby’s in Black" im Medienkulturhaus Wels), den bekanntesten
Klempner der Welt: Super Mario (Charakter Design und Game Entwicklung im AEC,
Linz) und vieles mehr…

Das Thema "Intermedialität" drückt sich beim
NEXTCOMIC Festival auch in den verschiedensten Formen der Präsentation aus:
Lesungen, Ausstellungen, Modeschauen ("Cosplay"), Workshops, Filme
und Perfomances werden an sehr unterschiedlichen Location stattfinden (in einem
Theater, in einem Einkauszentrum, in Museen, Gallerien etc.), die das jeweils
Präsentierte in einen besonderen Rahmen stellen.

NEXTCOMIC bietet darüber hinaus die Möglichkeit zahlreiche
KünstlerInnen persönlich zu erleben: Manuele Fior, Nicolas Mahler, Arne
Bellstorf, Jens Harder und viele andere werden ihre Werke an verschiedenen
Locations vorstellen."

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