Anke Weber ist tief in die Archive eingetaucht, um das typisch Wienerische zu finden. Sie hat Texte ausgegraben, in denen sich die Wiener Sprache u¨ber Jahrhunderte zeigt. Von Johann Nestroy u¨ber Alfred Polgar bis zu Georg Kreisler kommen hier diejenigen zu Wort, die Wiens Sprache in wunderbarer Weise genutzt haben.
Der Wiener Illustrator Heinz Wolf hat sich meisterhaft den Texten und Gedichten angenommen und gibt ihnen mit seiner liebevoll-schnoddrigen Art ein gezeichnetes Gesicht.
Am Ende des Buches werden die schönsten und markantesten Wiener Begriffe umfangreich erklärt.
Weber und Wolf haben ein amüsantes und überraschendes Wien-Wörterbuch zusammengestellt – für alle Wiener:innen und Wien-Freund:innen!
Aus dem Buch:
‚Das Café Zentral ist nämlich kein Caféhaus wie andere Caféhäuser, sondern eine Weltanschauung, und zwar eine, deren innerster Inhalt es ist, die Welt nicht anzuschauen.‘ (Alfred Polgar)
‚Wenn irgendwo, so war in Wien Dekorativität legitim; nur daß es beiläufig jene Legitimation war, die der Etablierung und Instandhaltung eines Museums zukommt. In Erfu¨llung seiner Traditionspflicht wurde Wien zum Museum seiner selbst.‘ (Hermann Broch)
‚Die Straßen Wiens sind aus Kultur gepflastert, die Straßen anderer Städte aus Asphalt.‘ (Karl Kraus)













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