Beiträge gesucht für Murmel Comics 31 „Nachbarn“ bis 24.08.2009

24. AUGUST 2009 EINSENDESCHLUSS Murmel Heft 31: "Nachbarn" 

Formale Anforderungen an die Beiträge zum Heft:
– Thema: "Nachbarn",
– Format: Grautöne, auf a5/hochkant verkleinerbar, minimum 5mm Druckrand, möglichst: jpg, 300 dpi

Kreierte Beiträge bitte schicken an:
– murmel-comics@gmx.at oder
– Murmel Comics/ Obere Augartenstrasse 18a-3-23/ A-1020 Wien

Murmel Comics ist Nachbar.
Murmel Comics ist machbar.
Die Murmel Hefte Nr. 21-30 gibt es übrigens online zum Lesen und Downloaden: http://txtr.com/user/rsmurmel

 

Comic-Galerie NEXTCOMIC Corner im Linzer Ursulinenhof

 

Die aktuelle Ausstellung lautet "Comic nach Strich und Faden",
und ab Herbst ist die Präsentation des Buches "100 Meisterwerke der Weltliteratur"
(Moga Mobo/ Ehapa) geplant, in dem Klassiker der Weltliteratur auf
jeweils eine, zumeist wortlose Comic-Seite verdichtet werden (ein
ähnliches Projekt kennt man schon aus Österreich: die beiden
Anthologie-Bände der Reihe LITERATUR GEZEICHNET).

Die Leitung des NEXTCOMIC Corner übernimmt Sibylle Gusenbauer, in der Galerie will sie folgende Schwerpunkte ausstellen:

  1. Schülerarbeiten hoher Qualität
  2. Comic-Neuerscheinungen
  3. Österreichische Comic-ZeichnerInnen
  4. "Internationale Comic-Positionen"
  5. "Sammlerschätze" (Originale aus privaten Sammlerbeständen)

 

NEXTCOMIC Corner, Ursulinenhof, Landstraße 31, 4020 Linz   

Wir wünschen viel Erfolg!

 

Ausstellung „COMICkunst_1“ in der MAERZ Künstlervereingung ab 04.08.2009

  • Michaela Konrad Arbeiten aus „Spacelove“ und „Homage to Picasso“
  • Tommi Kuehberger zeigt Originalarbeiten zu „Metacomics“
  • Jörg Vogeltanz und Thomas Ballhausen, Comics, Originalskizzen und Materialien  aus "Sequenced Worlds"
  • Eröffnungs-Special: "Blad" Chronik einer Esstörung von "Borretsch". www.electrocomics.de/ebook zum Gratis Download, (Anm.: Bitte USB Stick mitnehmen!)

Hier ist die Einladungskarte als downloadbares pdf-Dokument.

 

Obige Abbildung: Ausschnitt aus BLAD. Copyright Borretsch.  

 

Die hier folgenden Texte stammen von der Website der Künstlervereinigung MAERZ:

Jörg Vogeltanz, Thomas Ballhausen „Sequenced Worlds“

Obige Abbildung: Cover von WIRED WORLDS. Copyright Jörg Vogeltanz

Namenlose Welten: Es ist vermutlich der ideale Zeitpunkt, um in das wundersame Paralleluniversum des Jörg Vogeltanz einzusteigen. Nicht nur, weil die Welt gerade derart rätselhaft zwischen Wellness und Weltness oszilliert, dass sich eskapistische Lektüren aufdrängen, sondern vor allem, weil mit WIRED WORLDS der zweite Band der "Anger Diaries" vorliegt, die klaffende Lücke zwischen dem "Citoyen" (2002) und INMATES (2006) also endlich geschlossen ist. Mit dem jüngsten Band ist die Graphic Novel, die Vogeltanz rund um die Aufzeichnungen des Geheimagenten J. F. Sebastian strickt, nun auf 358 Seiten angewachsen, ein in der österreichischen Comicgeschichte absolut singuläres Ereignis. Hierzulande versteht man sich sonst besser auf die kleine Form. "Wired Worlds" – das Script stammt wieder von "Inmates"- Autor Thomas Ballhausen – steht klar in der anglo-amerikanischen Tradition epischer Dystopien und knüpft an H. P. Lovecraft ebenso an wie an Bryan Talbots Steampunk-Klassiker "The Adventures of Luther Arkwright". Auch in "Wired Worlds" verschlägt es J. F. Sebastian in eine fantastische Parallelwelt, in der die Geschichte einen etwas anderen Verlauf genommen hat. Von skrupellosen Herrscherinnen geführte Imperien stecken in einem nicht enden wollenden Ersten Weltkrieg fest, Sebastian soll die Entwicklung durch das Zünden einer lebenden Bombe in Gestalt seiner Tochter wieder in Gang setzen. Im Vergleich zu früheren "Anger"-Episoden, die Vogeltanz noch mit popkulturellen Referenzen vollgepackt hat, ist das doch ziemlich straight forward. Und es ist erstmals auch so rhythmisch, fast filmisch erzählt, dass zwischen blutigen Splatter-Sequenzen und augenzwinkernden Zitaten, die Vogeltanz auf opulenten Doppelseiten arrangiert, noch genug Raum bleibt für die Detailzeichnung der Charaktere. Und für subtilere Themenstränge, wie sie Ballhausen bereits in "Inmates" angerissen hat. Um Heldentum geht es da, um Familie und Liebe in Zeiten des Krieges, um Melancholie und Gesellschaft. Gar nicht so fantastisch. Und nicht wenig aktuell." (Thomas Wolkinger)

Michaela Konrad

Obige Abbildung: "On the Beach" aus HOMAGE AN PICASSO. Copyright Michaela Konrad 

Michaela Konrads Werkzyklen SPACELOVE und „Homage to Picasso“ sind sowohl von Stilelementen des Comics, als auch von Zitaten und Paraphrasen aus der Kunstgeschichte durchzogen. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Comic und der Bildenden Kunst als zweiter großen Leidenschaft führen zu einer Synthese aus „Kunst und Comic“, bisherige Höhepunkte dieser Synthese sind „Moonstruck“ (aus: „Spacelove“) und „On the Beach“ (aus: „Homage to Picasso“).

Das Erstellen der Druckgrafiken nimmt einen wichtigen Stellenwert im Arbeitsprozess ein. Michaela Konrad druckt eigenhändig in Zusammenarbeit mit dem Centro Internacional de Grabado Contemporáneo (Teneriffa) die limitierten und signierten Editionen der Serien in teilweise experimentellen Drucktechniken. Sie setzt aber auch klassische künstlerische Techniken, wie z.B. die Ölmalerei ein. Michaela Konrad präsentiert ihre Arbeiten sowohl im Kunst- als auch im Comickontext. Im Kunstkontext werden ihre Sequenzen im Allgemeinen als Bilddichtungen verstanden, weil mit den als Serien erstellten Arbeiten keine Geschichten im eigentlichen Sinne erzählt werden. Vielmehr verwebt Konrad existenzielle Überlegungen und Michaela Konrad: Moonstruck (2008) persönliche Erfahrungen miteinander und setzt sie in ihren Sequenzen in Bild und (teilweise) Text um. Die Größe der Einzelbilder überschreitet die üblichen Comicformate bei weitem. In verkleinerter Form werden sie als Comicseiten oder als Reihe von Einzel(comic)bildern veröffentlicht und als „Kunstcomics“ gelesen und  akzeptiert.

Tommi Kuehberger

Obige Abbildung: SPACE SUSPENSE von Tommi Kuehberger  

Der rote Faden im grafischen Werk des Tommi Kuehberger liegt in der wiederkehrenden Verwendung der gestalterischen Möglichkeiten der Cover von klassischen Comic- und  Pulpmagazinen, welche ein großes Experimentierfeld für Bild und Schrift bieten. Jedoch entziehen sich seine Arbeiten ihrer augenscheinlichen Primärbestimmung durch Verlagerung auf mehrere Metaebenen sowie durch die Missachtung der handwerklichen Parameter bei  Covergestaltung wie Farbe, Trennbarkeit von Schrift und Bild usw. Inhaltlich angesiedelt zwischen banaler Blödelei und autobiografischen Metaphern entstand mit der Zeit ein in sich geschlossenes Universum an Psyeudocovern mit fortlaufenden Titeln und Nummerierung, das auch für die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern genutzt wird. TOMMICOMIQUEMANUFACTUR.

 

Ausstellung COMICkunst_1

Eröffnung: Dienstag, 4. August 2009, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. August – 18. September 2009

Eröffnung: Dienstag, 4. August 2009, 19.30 Uhr

Ausstellungsdauer: 5. 8. 2009 – 18. 9. 2009

(Öffnungszeiten: Di – Fr: 15.00 – 18.00 Uhr, Sa: 13.00 – 16.00 Uhr)

Künstlervereinigung MAERZ

Eisenbahngasse 20 – A-4020 Linz – tel: +43 (0)70 771786

 

In der Comic-Anthologie PERPETUUM, die einen breiten Überblick über die Wiener Independent Comic-Szene bietet, findet man erste Kapitel von Borretsch´ aussergewöhnlicher Erzählung BLAD, große Teile des bislang erschienenen SPACELOVE-Bildzyklus von Michalea Konrad sowie eine Auswahl von Tommi Kuehbergers METACOMICS-Pseudocovers.

 

Ausstellung zum Comic YELLOWTOWN von Krups Gruber am 24.07.09

Die befremdlich-morbide Erzählung über die schießwütigen Vögel von YELLOWTOWN, welche den juristischen Freibrief einander abzuschießen haben, läßt sich in vielerlei Hinsciht beklemmend deuten. Eine lesenwerte Rezension zu Krups Grubers YELLOW TOWN findet man unter  http://www.wienzeile.cc/rezension/yellowtown_krups_gruber.pdf

Die Ausstellung "SPURENSUCHE (Zwischenbericht Juli ´09) – YELLOWTOWN AN WIEN" stellt einen Zwischenbericht dar, eine Präsentation der bisherigen Ergebnisse in Form von Fotos, Texten, Objekten, malerischen und grafischen Arbeiten. "Hier wird ein Comic weitergedacht und versucht, ihn mit diversen Mitteln zu einem umfangreichen Gedankengebäude auszuweiten. Die Comiccharaktere aus YELLOWTOWN, allen voran der widerspenstige Hase Hotnik, versuchen mit der Stadt Wien in Kontakt zu treten, in der Hoffnung auf Hilfe in ihrem Kampf gegen ihre Unterdrücker, die gelben Vögel.
Die Illusion soll geschaffen werden, dass YELLOWTOWN zum Leben erwacht und sich in Wien bemerkbar macht."

Ausstellung: "SPURENSUCHE (Zwischenbericht Juli ´09) – YELLOWTOWN AN WIEN" von Krups Gruber

Eröffnung:
Freitag 24. Juli 2009 20.00 h
Grundsteingasse 5
1160 WIEN

 

"Yellow Town – eine Stadt geht unter", von Krups Gruber, Viza Edit, Wien 2006, (Herausgeberin Melamar)

   

Diplomarbeit zur kulturellen Akzeptanz von Comics in Österreich

Aus vielen Interviews und Gesprächen sammelt Melina Cichon die teilweise konträren Sichtweisen der heimischen Comic-Machenden und gibt einen Einblick in die Innenwelt der Szene. Vor allem werden die Produktionsverhältnisse für Comics aus Österreich beleuchtet, aber auch das Verhältnis des Comic-Mediums zu den hiesigen universitären und anderen Institutionen. Diese Diplomarbeit an der Akademie der Bildenden Künste ist eine bislang beispiellose Untersuchung der heimischen Comic-Kultur.

Hier ist die Arbeit zum Download – copyright Melina Cichon:

Melina Cichon_Die kulturelle Akzeptanz der Comics in Österreich.pdf

 

 

Obige Abbildung: Comic-Zeichner gefangen im Aufzug: Forscherin Melina Cichon und ihre Beobachtungsobjekte stecken in einem Aufzug der Garage des Wiener Museumsquartier fest (Foto Helmut Kollars).