Präsentation der Graphic Novel WIRED WORLDS in Graz am 05.02.09

(Obige Abbildung Copyright Ballhausen/Vogeltanz/Prequel 2009)

Seit mehreren Jahren nun veröffentlicht Jörg Vogeltanz in der Grazer Comic Editon Prequel
die düsteren Erzählungen um seinen modernen Antihelden J.F. Sebastian. (Die Reihe trägt gleich 2 Untertitel: "Retrospective Glance:
die Erinnerungen des J.F. Sebastian" sowie "The Anger Diaries").
Vogeltanz´ Einflüße sind vielseitig: Punk-Ästhetik, Science Fiction,
Chaosmagie, Horror-Literatur und Noir-Comics… Mit dem Wiener Literaten und Literaturwissenschaftler Thomas
Ballhausen, dessen Schaffen ebenso vielseitig wie eklektisch ist, hat
er einen würdigen Mitstreiter gefunden: seit einiger Zeit entwirft
Ballhausen die Szenarios für die Comics, die Vogeltanz dann
zeichnerisch umsetzt. WIRED WORLDS ist nun ein weiteres Puzzle-Teil in
dem vielschichtigen und komplexen Erzählzyklus rund um Antiheld J.F.
Sebastian.

(Obige Abbildung Copyright Ballhausen/Vogeltanz/Prequel 2009)

 

(Foto Copyright Jörg Vogeltanz 2009)

 

Wer über die Lektüre der Comics hinaus noch tiefer in die Welt der Anger Diaries eintauchen möchte, kann dies auch im Web tun, da gibt es die Wetpaint-Seite "shengpedia".

Alle lieferbaren ANGER DIARIES-Bände sind im PICTOPIA Online-Shop erhältlich:

 

(Obige Abbildung Copyright Ballhausen/Vogeltanz/Prequel)

 

(Obige Abbildung Copyright Svez/Schwarzl/Vogeltanz/Prequel) 

Nicolas Mahler-Porträt im Falter

 

(Copyright der obigen Cover-Abbildung: Nicolas Mahler, Edition Moderne)

Graphic-Novel-Broschüre von Reprodukt

 

Von Daniel Clowes bis zu Adrian Tomine, von Lewis Trondheim bis zu Cyril Pedrosa, von Martin tom Dieck bis zu Mawil werden viele der besten nationalen und internationalen AutorInnen und Graphic Novels vorgestellt, die bei Reprodukt in deutscher Sprache erschienen sind. Leseproben ergänzen die Vorstellungen der einzelnen Titel. Abgerundet wird die Broschüre durch eine Vorschau auf Arne Bellstorfs
für den Herbst angekündigte Graphic Novel “Baby´s In Black – The Story
of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”.

Das Cover ziert ein aus “Wir können ja Freunde bleiben” entlehntes Motiv, das Mawil exklusiv für die Broschüre gezeichnet hat.

Der gleichermaßen für Händler und Leser gedachte Katalog lässt sich als
PDF (7,4 MB) herunterladen
und kann gratis über PICTOPIA (E-mail an shop@pictopia.at) bestellt
werden. Sämtliche Graphic Novels von Reprodukt sind über PICTOPIA erhältlich.

 

(Obige Abbildung copyright Reprodukt 2009)

Street Art-Buch-Präsentation STENCIL NATION in der Zeitvertrieb-Galerie am 22.01.09

Ohne Zweifel sind »stencils« (dt. Schablonen) die schnellste, einfachste und billigste Methode, ein Bild auf eine Wand, einen Gehweg oder irgendein anderes objekt zu malen. »Stencil Nation« zeigt einen unerwarteten Mix dieses lebendigen, zugänglichen Mediums und enthüllt bezaubernde Aspekte einer absichtlich im Geheimen agierenden internationalen kreativen Gemeinschaft.

Mit Hunderten von Fotografien und zahlreichen Artikeln zum Thema illustriert der Autor und StencilArchive.org-Gründer, Russell Howze, verschiedene Perspektiven und Nischen dieser Kunstform. Auf vorherigen Veröffentlichungen aufbauend, gibt »Stencil Nation« nicht nur den umfangreichsten und aktuellesten Überblick über die Schablonenkunst, sondern auch Insider-Tipps von Künstlern, die mit dem Medium arbeiten.

Über den Autor, Kurator:
Russell Howze sah sein erstes »stencil« 1990, es war J. R. »Bob« Dobbs auf einer Häuserwand in Clemson, South Carolina. 1995 sah er eine erstaunliche Ansicht auf der Aussenwand des Berliner Reichstag ein riesiges mit Schablonen gemaltes Gedicht von Bertolt Brecht. Er machte ein Foto. Das nächste stencil fotografierte er in Budapest. Bald tauchten neue stencils in Basel auf. Als er 1997 nach San Franciso zog, entdeckte er Dutzende auf den Bürgersteigen in Mission und Haight. Seitdem hat er nie mehr aufgehört diese manchmal temporäre aber immer faszinierende Kunstform zu fotografieren.

2002 begann Russell mit der ersten Version seines online-Stencil Archivs in dem Glauben, er hätte Zeit seine eigene Sammlung einzuscannen und hochzuladen, bevor andere die website entdecken würden. Ein gründlicher Irrtum. Innerhalb kürzester Zeit waren mehr als 10,000 stencil Fotografien auf der Seite, die damals (für einige Monate) die einzige internationale stencil-Internet-Seite war.

Download Information PDF: http://www.zeitvertrieb.net/Galerie/18/StencilNation_pressheet.pdf
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Über den dj und vj Podinski:
»Podinski is a multi-persona psychomedia analyst, artivist and remixer with XLTerrestrials.org, a nomadic arts + praxis think tank developing radical hybrid organisms with full intent to inspire higher intelligence and a more sustainable co-existence of desires. Previous incarnations (that tend to resurface) include art director and sound designer of theater, film, (pirate) radio projects, indymedia, and community art syndicates. Currently a self-employed poetic tinkerer, in his spare time he is also a writer and troublemaker for empires, corporations, republicrats and other racists.«

Podinski (dj/vj with XLt) wird einen speziellen »psychotronic ostblok« a/v mix zeigen.
Dieser Mix verwendet Motive aus den über 11.000 Bildern des stencilarchive.org
zuletzt bei 25c3 – Chaos Communications Congress in Berlin.

Download Information PDF: http://www.zeitvertrieb.net/Galerie/18/Podinski_pressheet.pdf (english)
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www.stencilnation.org

www.xlterrestrials.org/plog


www.zeitvertrieb.net

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Zeitvertrieb Galerie
Kirchengasse 36 / 9-10
1070 Vienna, Austria
Tel.: +43 1 990 51 65
Email: office@zeitvertrieb.net
www.zeitvertrieb.net
www.artyfucked.com
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KRIMINAL JOURNAL TANGO: ein neuer Austro-Comic am Kiosk

Herausgeber Walter Fröhlich hat ambitionierte Pläne für sein Comic-Magazin: Mit einer
Auflage von 15.000 Stück (!!) und einem professionellen Vertriebsnetz werden Trafiken und
Bahnhofsbuchhandlungen in Österreich und Deutschland mit dem Magazin
bestückt. KRIMINAL JOURNAL TANGO ist somit der erste Comic aus
Österreich seit langer Zeit (mindestens 10 Jahren), der an ein
Mainstream-Vertriebsnetz angeschlossen ist und somit für jedermann/frau
leicht zugänglich ist. Die Erscheinungsweise ist 4 mal jährlich. In der Trafik bzw. im gut sortierten Comic-Shop.  

(Obige Abbildung copyright Walter Fröhlich, Andreas Paar, 2gathermedia 2009)

 

(Obige Abbildung copyright Ronald Putzker, 2gathermedia 2009)

 

Beiträge gesucht für Murmel Comics Nr. 30 „Reise mit mir“ bis 09.02.09

Gefordertes Format der Beiträge:
Grautöne, auf a5/hochkant verkleinerbar, minimum 5mm Druckrand, moeglichst: jpg, 300 dpi

Kreierte Beiträge bitte schicken an:
– murmel-comics@gmx.at oder
– Murmel Comics/ Obere Augartenstrasse 18a-3-23/ A-1020 Wien

Zweitauflage für {FRANK} # 01

Auf dem Frank-Comic-Blog steht nun auch ein Preview für {FRANK} # 02 zum kostenlosen Download bereit: Das vierseitige Booklet umfasst neben einem ersten Cover-Entwurf, zwei Seiten aus Heft 2 sowie einen Auszug aus dem Skript sowie ein „Who is Who“.

 

 

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„Nicht ins Dunkel“: Karikaturen-Adventkalendar zum Thema Behinderung

Hier ist der Link zum Adventkalender, man kann online auch noch Jury sein und über die Beiträge abstimmen.

Franz-Josef Huainigg, seit früher Kindheit behindert, war bis 2008 Abgeordneter im Nationalrat und ÖVP-Behindertensprecher.

 

Nachtrag am 02.03.09: Michael Wittmann, dessen Beitrag hier auch abgebildet ist, hat den Karikaturenwettberwerb von NICHT INS DUNKEL gewonnen. Aus diesem Anlaß heraus hielt er eine Rede im Parlament. Hier ein Auszug:

„Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Franz Joseph, liebe ParlamentsmitarbeiterInnen der ÖVP, liebe Gäste,
Mitte Oktober vorigen Jahres habe ich von meinem Freund und Zeichnerkollegen Gerhard Förster erfahren, dass Franz Joseph Huainigg auf seiner Homepage einen Adventkalender einrichten würde, mit Cartoons zum Thema “Licht ins Dunkel³, oder besser “Nicht ins Dunkel³.  Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt noch nie mit dem Leben oder den Anliegen behinderter Menschen beschäftigt und auch die Sendung “Licht ins Dunkel³  hatte ich – ich muss es gestehen ­ noch nie gesehen.
Ich hatte also keine Ahnung.
Ich musste mich erst einmal darüber informieren, wer Franz Joseph Huainigg ist und worum es da überhaupt geht.
Und ich bin sehr bald draufgekommen, dass viele behinderte Menschen und Behindertenorganisationen eine Stinkwut haben auf den ORF und auf den Verein Licht ins Dunkel wegen dieser Sendung. Hauptkritikpunkt dabei ist, dass die mediale Inszenierung “Licht ins Dunkel³ für behinderte Menschen nur eine Rolle vorgesehen hat: Nämlich die als Objekt des kollektiven Mitleids, das es mit allen Mitteln zu erzeugen gilt.
Behinderte Menschen werden in die Planung und Gestaltung der Sendung nicht einbezogen, obwohl es seit Jahren Angebote der Behindertenorganisationen an den ORF und an den Verein Licht ins Dunkel gibt. Zynisches Argument der Verantwortlichen dafür: Wir machen die Sendung nicht für Behinderte ­ wir machen die Sendung für Nichtbehinderte.
Und wenn da zur Weihnachtszeit wieder einmal die Mitleidsmasche abgespult wird und wie so oft bei Spendenaufrufen darum gebeten wird, ein Zeichen zu setzen,  scheint es mir schon plausibel, dass dieses Zeichen für einen behinderten Menschen darin besteht, den Fernseher beim Fenster rauszuwerfen. Und das war der Gag für meinen Cartoon.
Ich möchte ergänzen, dass der ORF meines Erachtens mit dieser Sendung seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht erfüllt, nicht objektiv informiert, nicht dem Dialog, nicht der Auseinandersetzung unterschiedlicher Sichtweisen dient. Behinderte Menschen werden in “Licht ins Dunkel³ dargestellt als Opfer von Schicksalsschlägen, die auf die Mildtätigkeit des Publikums angewiesen sind und die diese Mildtätigkeit mit großer Dankbarkeit anzunehmen haben:
Die Sichtweise, die Franz Joseph Huainigg dagegen immer wieder vertreten hat, dass behinderte Menschen von ihrer Umgebung behindert werden, die findet in “Licht ins Dunkel³ keinen Platz.
Nach dem Ergebnis der letzten Nationalratswahl und auf Grund der Kandidatenreihung auf der ÖVP-Liste hat Franz Joseph Huainigg keinen Sitz im Nationalrat mehr. Ich weiss nicht, ob er damit Behindertensprecher bleiben kann. Aber ich würde mir wünschen, dass alle Abgeordneten des Nationalrats, egal welcher Partei, die Massnahmen, die sie vorbereiten und beschliessen, aus dem Blickwinkel behinderter Menschen sehen könnten. Vor allem die Bildungspolitiker und vor allem die Sozialpolitiker. Denn mehr als durch ihre speziellen Bedürfnisse und Benachteiligungen werden behinderte Menschen durch ein gesellschaftliches Klima eingeschränkt, das davon ausgeht, dass man Menschen einteilen muss in vollwertige und minderwertige. Und ich fürchte, dieses Bewusstsein ist in unseren Bildungsinstitutionen und sozialstaatlichen Einrichtungen noch anzutreffen.
Dabei gibt es in der politischen Diskussion seit Jahren vernünftige Ansätze, wie diesem Bewusstsein wirksam begegnet werden könnte.
Ich bin davon überzeugt, dass eine gemeinsame Schule für alle zehn- bis vierzehnjährigen mehr für die Integration behinderter Menschen erreichen könnte als alle Behindertenschutz- und Hilfsmaßnahmen, die hier in diesem Haus in einer Legislaturperiode beschlossen werden. Und ich bin davon überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle mehr für die Absicherung behinderter Menschen bewirken könnte, als alle speziellen Zuschüsse und Hilfen.
Mit dem Appell, darüber nachzudenken und es bitte auch den Damen und Herren Abgeordneten weiterzusagen, möchte ich schließen.
Ich danke Franz Joseph Huainigg für seine Initiative, ich danke den Besuchern seiner Website für ihre Wahl, ich danke für das schöne Preisgeld und dafür, dass ich mich ab heute „preisgekrönter Cartoonist“ nennen darf. Danke schön!“

(Rede-Text Copyright Michael Wittmann 2009)